Vorwort von Kurt Schmid
Gerne hätte ich die Überschrift „Vorwort“ im Singular wörtlich genommen und ein Wort so wie „genial“ geschrieben, was mich sicherlich als „Einiraunzer“ verdächtig gemacht hätte.
So hat nach dem großen Erfolg der „Feuerblume“ das „Trio infernale“, E. P. K., wieder zugeschlagen, nur dass diesmal die Hauptverantwortung für die genialen Ergüsse auf Elisabeth lastete, Peter wieder Bilder kreierte und ich das eine oder andere Stück vertonen oder mit einem Klangteppich versehen durfte.
Möge die Kombination Ihnen wieder Freude, Entspannung und Genuss bereiten.
Das war also der zweite Streich, doch keine Sorge, der Dritte folgt sogleich.
Anmerkung:
Die „Feuerblume“ ist eine von Kurt Schmid komponierte Ballett-Musik, die auf Initiative von Elisabeth Kotauczek und mit deren Libretto in eine szenische Form gebracht wurde. Dazu kamen 24 Bilder vom Maler Peter Kotauczek. Dieses gemeinsame Werk des „Trio infernale“ wurde am 30. 8. 2007 mit großem Erfolg im Wiener Museumsquartier uraufgeführt. Aus dieser Zusammenarbeit entstand eine tiefe künstlerische Verbindung zwischen dem Komponisten und Dirigenten Kurt Schmid und der Dichterin.
Vorwort von Peter Kotauczek
Wenn der Ehemann einer Autorin ein Vorwort schreibt, macht er sich gleich doppelt verdächtig. Die einen werden meinen, es sei nur ein Akt der ehelichen Pflicht, wenn er das Buch lobt. Kritisiert er es, setzt er sich unweigerlich dem Verdacht aus, dem üblichen Kampf der Geschlechter eine neue hinterhältige Variante hinzuzusetzen.
Da ich aber Mittäter bin, kann ich nicht kneifen. Als Bild-Künstler war ich für die visuelle Ergänzung der Gedichte zuständig. Bild und Text sollten einander so ergänzen, dass eine Impression die andere unterstützt. Aber damit nicht genug. Kurt Schmid machte das künstlerische Dreiecksverhältnis mit seinen Kompositionen vollständig. Alle drei Kunstformen sollten zu einer Einheit verschmelzen und den Leser-Hörer-Schauer in die Gefühlslage versetzen, die die Dichterin beim Schreiben empfand oder ausdrücken wollte.
Farbe, Töne und Strukturen abstrahieren menschliche Stimmungen und verurteilen den Maler und den Komponisten gleichzeitig zur Sprachlosigkeit. Diese Lücke schließt die Dichtkunst. Sie kann sich nicht vor dem Aussprechen grundsätzlich unaussprechlicher Seelenzustände drücken. Und läuft damit Gefahr missverstanden zu werden. Die Dichterin gibt viel von sich preis und muss sich der Gefahr stellen. Ihr einziger Schutz ist die Qualität der geformten Sprache. Jedes Wort, jeder Satz muss sitzen. Da jeder von uns schreiben kann, glaubt jeder, sich aufs Schreiben zu verstehen und urteilt streng.
Welches Glück für mich, ein Maler zu sein!
Miten ins Herz
Elisabeth Kotauczek
„Mitten ins Herz“
Kunstband mit lyrischen Texten

Elisabeth Kotauczek, Mitten ins Herz, Lyrik, Verlag Edition Zaunreiter
Hardcover 21,5 x 25,5 53 Seiten
durchgehend farbig illustriert
€ 19,90 (incl. MwSt.)
ISBN 978-3-9502354-5-6
Das Buch ist zu erwerben im Buchhandel, im Onlineshop, oder auch bei Amazon